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Jack White in Concert

Einer der führenden Rockstars des 21. Jahrhunderts, Jack White ist nicht nur einer der elektrisierendsten Gitarristen und fähigsten Songwriter unserer Zeit, er ist eine Ein-Mann-Musikindustrie, deren Einfluss Mainstream und Underground Rock gleichermaßen durchdringt. Der in Detroit geborene White war von Beruf Polsterer, bevor er mit seinem primitiven Blues-Punk-Duo The White Stripes Anfang der 2000er-Jahre eine Garage-Rock-Explosion auslöste, die sie zu internationalen Medienlieblingen machte. Natürlich konnte man den Funkenschlag von Durchbruchssingles wie „Fell in Love With a Girl“ und „Hotel Yorba“ nicht leugnen, doch die auffällige rot-weiße Kleidung des Duos und die sorgfältig kultivierte Mystik – White und seine Ex-Frau und Schlagzeugerin Meg spielten mit dem Mythos, dass sie ein Bruder-Schwester-Act seien – verstärkten zweifellos die Hysterie um sie. Mit dem 2003 erschienenen „Elephant“ waren die White Stripes ihren Indie-Wurzeln entwachsen, und der Brontosaurus-große Stomp von „Seven Nation Army“ – eine Fußballstadion-Hymne für die Ewigkeit – offenbarte eine größere Vision, die White bis zum Schwanengesang des Duos 2007, „Icky Thump“, verfolgen sollte.

Befreit von der minimalistischen Formation The White Stripes, hat White jeder kreativen Laune gefrönt, Satellitenbands gegründet (die Power-Pop-Revivalisten The Raconteurs, die Heavy-Blues-Bruiser The Dead Weather) und eine eklektische Solokarriere gestartet, die die Down-Home-Serenaden von „Blunderbuss“ (2012) und den schillernden Baroque ’n‘ Roll von „Lazaretto“ (2014) hervorgebracht hat. Gleichzeitig hat er sein Label Third Man Records in seiner derzeitigen Heimat Nashville zu einem Mehrzweckbetrieb ausgebaut, der einen Plattenladen, ein Aufnahmestudio, ein Musiklokal und ein Vinyl-Presswerk umfasst und an der Spitze der Wiederbelebung des Mediums steht. Bei all seinem Engagement für die Erhaltung vergangener Stile und Formate sträubt sich White jedoch dagegen, als Purist der alten Schule dargestellt zu werden. Um das zu beweisen, hat er sein wild-experimentelles 2018er-Album „Boarding House Reach“ mit allerlei modernistischen Elementen wie Pro-Tools-Produktionen und Drum-Breaks im Hip-Hop-Stil ausgestattet. Auf seiner aktuellen Tour passt er diese im Studio entstandenen Kreationen mit Hilfe einer vierköpfigen Backing-Band für die Bühne an – und wundern Sie sich nicht, wenn Sie diesen Gitarrengott hinter dem Schlagzeug sehen, um den Beats etwas mehr Schwung zu verleihen.

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